Der Modemacher Yono Taola holt den 3D-Druck auf den Laufsteg.

Das Label hat verschiedene mit Witbox 2 gedruckte Kleidungsstücke und Accessoires in seine neueste Kollektion aufgenommen.

Juanjo Gómez, der madrilenische Designer hinter dem Label Yono Taola, ruft seit mehr als zehn Jahren Modekollektionen ins Leben, die sich durch eine feine handwerkliche Fertigung auszeichnen. 2016 wurden seine Entwürfe durch ein weiteres Element bereichert: die technologische Innovation.

Als Juanjo das Potenzial des 3D-Drucks für die Mode erkannte, entschied er sich, mit diesem zu experimentieren und ihn mit handwerklichen Techniken zu kombinieren. Mit dem Ergebnis, dass seine neuesten Kollektionen, die dieses Jahr auf der Madrid Fashion Show präsentiert wurden, in 3D gedruckte Tops, T-Shirts, Kleider und Taschen enthielten.

"Mit dem 3D-Druck können Ideen umgesetzt werden, deren Realisierung mit herkömmlichen Techniken nicht möglich wäre".

Die Kleidungsstücke von Yono Taola wurden mit Witbox 2 erstellt und sind Teil seiner Herbst/Winter- und Frühjahr/Sommer-Kollektion 2016. "Wir haben zwei Kleidungsstücke eingefügt, die mit schwarz und weiß spielen, mit Mustern wie dem Hahnentritt", erklärt Juanjo, der dieses Arbeitsmittel weiter erforscht. "Da es sich um eine neue Technologie handelt, deren Einsatz sich in diesem Bereich noch in der Anfangsphase befindet, müssen wir durch Ausprobieren herausfinden, was funktioniert und was nicht", fügt er hinzu.

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Experimentieren und Kreativität

Vorerst hat Juanjo PLA in verschiedenen Farben für Accessoires (beispielsweise Taschen) eingesetzt und flexibles Filament bei der Kleidung. "Flexibles Filament ist für Kleidungsstücke besser geeignet, aber PLA bietet einige interessante Möglichkeiten: je nach der Form, die wir ihm geben und je nachdem, wie das Licht darauf fällt, erhält es einen anderen Glanz", erklärt der Designer. Er räumt ein, dass manche seiner Experimente nicht so ausgefallen sind, wie er es sich vorgestellt hatte, andere wiederum seine Erwartungen weit übertroffen haben. "Wir sehen für diese Technologie eine große Zukunft. Je mehr wir mit ihr arbeiten, desto mehr Ideen kommen uns in den Sinn, wie wir sie nutzen können", erklärt er.

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Erstmalig kam Juanjo als Lehrer an der IE Design School in Madrid mit dieser Technologie in Kontakt. "Die Idee entstand, als ich auf einer Veranstaltung der IE die Projekte von BQ kennenlernte. Die Arbeiten anderer internationaler Designer waren mir bereits geläufig, aber bis dahin hatte ich nicht daran gedacht, selber damit zu arbeiten", fügt er hinzu. Da der Designer keine Vorkenntnisse im 3D-Druck- oder Design mitbrachte bevor er mit diesem Projekt startete, arbeitete er mit einem 3D-Modellierer zusammen, der ihm half, seine Entwürfe in die digitale Welt zu übertragen. Abschließend fasst er zusammen: "Die Erfahrung war für mich bis jetzt sehr positiv und ich habe vor, weiterhin zu experimentieren, zu lernen und zu forschen".